Grenzgänger

Grenzgänger – zwischen Schweiz und Deutschland pendeln

Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern der Welt, jedoch wurde das Wachstum zuletzt überwiegend  von Einwanderung vorangetrieben. Nicht nur wegen der wunderschönen Landschaft, sondern vor allem aufgrund des hohen Einkommens und des ausgezeichneten Gesundheitssystems, werden die Eidgenossen beneidet, ebenfalls wegen des erfolgreichen Bildungswesens. Daher ist es auch selbstverständlich, dass viele, die in der Nähe der Schweiz wohnen, die Gelegenheit nutzen, als Grenzgänger in der Schweiz zu arbeiten. Das kommt besonders für viele Deutsche gelegen, da man so die hohen Schweizer Gehälter mit den eher niedrigen Unterhaltskosten in Deutschland kombinieren kann.

Dabei sollte man sich überlegen, ob es sich vielleicht doch mehr lohnen würde ganz in die Schweiz auszuwandern, denn als Grenzgänger gibt es zahlreiche Dinge, die zu beachten sind.

Grenzgänger

Ein Durchschnittslohn von 6.100 Schweizer Franken klingt für sehr viele verlockend. Hinzu kommt, dass Grenzgänger auch noch an Lebensunterhaltkosten sparen können, indem sie nicht in der Schweiz eine teure Wohnung bezahlen oder Lebensmittel zu höheren Preisen kaufen müssen. Beispiel: eine Wohnung von 100 m² kostet in der Schweiz zwischen 2.000 und 2.500 Franken, ein Liter Milch 1,40 Euro. In Deutschland kostet der Liter 0,70 Euro. Das bedeutet, dass man neben der Miete auch bei Lebensmitteln mit einem Aufschlag von bis zu 30 % zu rechnen hat. So bleibt das Pendeln für viele, die in Grenznähe leben, eine interessante Alternative.

Es gilt jedoch einiges zu beachten. So hat man Steuern in dem Land zu zahlen, in dem man wohnt. Deutsche Grenzgänger zahlen also in Deutschland ihre Steuern. Hinzu behält der Arbeitgeber, aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz, 4,5 % des Bruttolohns als sogenannte Quellensteuer. Diese kann in Deutschland wieder angerechnet werden. Wer in der Schweiz arbeitet, ist krankenversicherungspflichtig. In der Schweiz trägt der Arbeitnehmer die kompletten Kosten einer Krankenversicherung. Grenzgänger können jedoch zwischen einem Schweizer Krankenversicherer und einer Krankenversicherung in Deutschland wählen. Möchte man in der Schweiz arbeiten benötigt man außerdem eine Grenzgängerbewilligung und ein Konto in der Schweiz.

Für Vielverdiener lohnt sich aus Steuergründen wohl eher ein Umzug in die Schweiz. Für denjenigen der aus familiären Gründen an Deutschland gebunden ist, ist das Pendeln und Grenzgängerdasein durchaus eine finanziell attraktive Alternative. Bei vielen Schweizern zeigt sich jedoch aufgrund der starken Zuwanderung in den vergangenen Jahren eine wachsende Ablehnung gegenüber den vielen Einwanderern. Viele bemängeln, dass sich dadurch oftmals die Wohnungssuche als sehr schwierig gestaltet.

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